Die Welt von Eryndor
Zwischen uralten Ruinen, verborgenen Städten und vergessenen Königreichen erstreckt sich die Welt von Eryndor – ein Land voller Geheimnisse, Magie und dunkler Legenden. Jeder Ort erzählt seine eigene Geschichte: von mächtigen Festungen und verfluchten Wäldern bis hin zu verborgenen Tempeln, Drachenstätten und Städten, in denen Intrigen über das Schicksal ganzer Reiche entscheiden.
Viele dieser Orte sind mehr als nur Schauplätze. Sie bewahren uralte Mächte, vergessene Wahrheiten und Gefahren, die seit Jahrhunderten im Verborgenen lauern. Wer Eryndor bereist, begegnet nicht nur faszinierenden Landschaften, sondern auch den Spuren vergangener Kriege, alter Bündnisse und einer Magie, die niemals wirklich verschwunden ist.
Die Arena



Die Arena von Eryndor
Die Arena von Eryndor ist weit mehr als ein Ort für Kämpfe. Sie ist ein eigenes Reich aus Stein, Magie und uralten Geheimnissen – ein gewaltiges, abgeschottetes Land mitten im Herzen Eryndors. Umgeben von gigantischen Mauern, die sich wie eine uneinnehmbare Festung über viele Meilen erstrecken, wirkt sie von außen wie ein Monument aus einer vergessenen Zeit. Die Mauern sind so hoch, dass selbst Drachen sie kaum überfliegen können, und sie umschließen das gesamte Gebiet wie ein steinerner Ring.
Doch im Inneren erwartet niemand eine gewöhnliche Arena.
Keine Tribünen.
Keine jubelnden Zuschauer.
Kein Sandplatz für Gladiatoren.
Stattdessen erstreckt sich hinter den Mauern eine wilde, gefährliche Landschaft über viele Meilen hinweg – Wälder voller Schatten, zerklüftete Felsen, verfallene Ruinen, dunkle Höhlen und ein mächtiger Fluss, der sich durch das gesamte Gebiet zieht. Der Fluss entspringt nahe des großen Wasserfalls beim Tempel und verschwindet schließlich tief unter den Arenamauern, verborgen in uralten steinernen Tunneln, die älter sind als Velkar selbst.
Besonders der Wasserfall ist für Anka, Kael und ihre Gefährten von zentraler Bedeutung. Dort, nahe dem Tempel und verborgen zwischen Nebel und uralten Steinen, finden sie immer wieder Zuflucht. Das Donnern des Wassers übertönt Gespräche und Schritte, während feiner Sprühnebel die Luft erfüllt. Oft sitzen sie dort gemeinsam am Feuer, fern vom Chaos der Welt – ein seltener Ort der Ruhe inmitten von Krieg, Magie und Prophezeiungen.
Unter der Arena jedoch verbirgt sich ihr wahres Geheimnis.
Denn die Arena wurde nicht von Menschen erbaut. Schon Malakar entdeckt in alten Schriften, dass sie einst von den „Hütern des Gleichgewichts“ erschaffen wurde – einem uralten Orden von Magiern, der lange vor Velkar existierte. Die Arena diente ihnen als Prüfungsstätte für Magier. Wer würdig war, überlebte. Wer versagte, starb.
Tief unter den Wäldern, Felsen und Ruinen liegen deshalb gewaltige Hallen und vergessene Heiligtümer verborgen. Dort pulsiert uralte Magie durch die Steine selbst. Manche Bereiche entziehen sich sogar der Magie der Spiegel und Karten, mit denen Malakar die Spiele überwacht.
Später entsteht nahe des Wasserfalls und der alten Tempelanlagen eine Akademie – geschützt von den uralten Kräften der Arena. Dort lernen junge Magier fern von Malakars Einfluss, während die alten Hallen unter ihnen Wissen bewahren, das älter ist als jedes Königreich Eryndors.
Velkar



Velkar ist eine uralte Stadt im Herzen von Eryndor, erbaut zwischen schwarzen Felsen, tiefen Schluchten und den Ruinen einer längst vergessenen Zivilisation. Die Stadt ist bekannt für ihre düsteren Türme, engen Gassen und der Festung, in der der Herrscher Eryndors seit Jahrhunderten thront.
Nachts wird Velkar nur vom Schein violetter Magie, flackernder Fackeln und glühender Schmiedefeuer erhellt. Regen und Nebel hängen fast ständig über den Straßen, während Händler, Assassinen und Hexenzirkel im Schatten ihre Geschäfte treiben.
Der Thronsaal von Velkar war dunkel.
Nicht einfach nur schlecht beleuchtet, sondern düster auf eine Weise, die selbst das Licht der Fackeln zu verschlucken schien. Hohe Säulen aus schwarzem Stein ragten bis zur gewölbten Decke hinauf, und zwischen ihnen brannten grünliche Flammen in eisernen Haltern, deren Licht schwach und unruhig flackerte, als hätte selbst das Feuer Angst davor, diesen Raum wirklich zu erhellen.
Der Boden bestand aus glatten Steinplatten, dunkel wie erstarrte Nacht, und jeder Schritt hallte lange in der riesigen Halle nach.
Am Ende des Saales stand der Thron.
Er war aus Knochen gebaut.
Große, gebogene Rippen bildeten die Rückenlehne, während Schädel verschiedenster Kreaturen in die Armlehnen eingelassen waren. Einige waren eindeutig menschlich, andere gehörten Wesen, die in keiner natürlichen Welt hätten existieren dürfen. Die Knochen waren alt, gebleicht und sorgfältig bearbeitet, sodass der Thron weniger wie ein Möbelstück wirkte als wie ein Denkmal aus Tod.
Im Stadion von Velkar wurden gekämpft bis zum Tod.